DIY Prävention

DIY Prävention Infekte etc. – ein Überblick
Warum ist Prävention wichtig? Wenn wir schon kleineren Infekten vorbeugen, ist das Einfallstor für drastische Infekte nicht so einladend offen… Und auch andere Infekte neben dem Covid-19 können unangenehm werden. Wer möchte denn momentan gern zum Arzt gehen, wenn es nicht zwingend erforderlich ist?

1) Für alle, die kein Desinfektionsmittel mehr bekommen haben oder keins wollen:
Ätherische Öle (bitte nur die 100% naturreinen) sind alle mehr oder weniger antiviral, antibakteriell, antimykotisch (gegen Pilze).

  • ¼ Teelöffel Salz + 9 -10 Tropfen ätherische Öle + 100 ml flüssige Handseife, möglichst
    neutral, wirken auch ganz gut antiseptisch zum Händewaschen. Z. B.
    eine Messerspitze Salz, damit 3 Tropfen Teebaumöl + 6 Tropfen Palmorosa
    ätherisches Öl vermischen (emulgieren), in die Handseife geben und kräftig schütteln oder
    umrühren
  • diese Mischung kann auch in Flüssigwaschmittel angewendet werden
  • angenehme ätherische Öle können auch per Diffuser oder Duftlampe dazu dienen, die
    Stimmung zu heben und Keime in der Luft abzutöten (Mandarine rot oder grün, Zitrone,
    Zirbelkiefer, Zypresse, Fichte, Weißtanne,…)

Folgende ätherische Öle sind besonders stark antiviral und können nach Vorlieben, Geldbeutel und Verfügbarkeit eingesetzt werden:

  • Teebaum (gibt es z.B. für 1,99 € im Drogeriemarkt, riecht jedoch gewöhnungsbedürftig)
  • Lemongras
  • Eisenkraut
  • Pfefferminze
  • Rose
  • Zitrone
  • Palmorosa
  • Eukalyptus
  • Cistrose …

Achtung: Bitte Maß halten, nicht zu häufig oder zu großzügig verwenden, ätherische Öle sind stark. Sie können Hautreaktionen, Schleimhautreizungen, bei innerer Anwendung Magenreizungen verursachen.

Zur Desinfektion von Flächen schlage ich Essigreiniger oder einfach Essig vor.
Für Menschen mit mehr Zeit erzähle ich später noch die Geschichte vom Räuberessig und andere…

2) Essen und Trinken
Um Erregern eine starke Abwehr entgegen zu setzen, können wir nach persönlichen Vorlieben möglichst großzügig Gewürze und Kräuter einsetzen. Geeignet sind sowohl mediterrane wie auch indische, ayurvedische, orientalische Rezepte. Wer mag, trinkt ayurvedische Teemischungen, Yogi-Tee oder Ingwerwasser mit Honig und Zitrone.
Wichtig ist es, hier auf seinen Bauch zu hören und nach Bedarf und Geschmack auszuwählen. Unsere Ernährung ist meist nicht auf eine große Menge von Gewürzen ausgerichtet und sollte angemessen angepasst werden. Eine Auswahl besonders antiviral und antibiotisch wirkender Kräuter und Gewürze:
Gewürze:
Kardamom, Koriander, Kurkuma, Zimt, Pfeffer, Chili, Ingwer, Curry, Nelken, Fenchelsamen, Anis, Senf, Süßholz, Kümmel…
Kräuter etc.:
Knoblauch, Zwiebeln, Bärlauch, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Pfefferminz, Oregano, Petersilie, Holunderblüten, Dill, Meerrettich, Wasabi, …

Früchte, Beeren etc.:
Sanddorn- , Holunderbeersaft, schwarze Johannisbeere, Zitrone, Limette, Orange,…

Wenn ihr Rezepte sucht, lasst mich wissen, in welche Richtung die Reise gehen soll: Frühstück ayurvedisch oder Tee oder…?

3) Immunsystem stärken
Die bekannten Vorschläge von Herrn Kneipp wiederhole ich hier nicht.
Ich hoffe, wir werden in den kommenden Wochen und Monaten weiterhin viel frische Luft und Bewegung bekommen können, selbst wenn sich die Kommunikation eher virtuell abspielen sollte.
Um das Immunsystem schon einmal vorzubereiten, gibt es ein paar pflanzliche Helfer wie Ginseng, Rosenwurz und Taigawurzel.
Wie ich gerade gelesen habe, diente Rosenwurz schon den Wikingern als Stärkungsmittel sowie zur Blutstillung. Ginseng stand ganz oben auf der Prioritätenliste des ehemaligen „Kanzlerehepaars“ Schmidt und Taigawurzel wurde schon vor dem 3. Jhd. V. Chr. von den Chinesen als wirksam entdeckt. Eins von den dreien reicht aus, um die unspezifische Immunabwehr zu fördern. Im Internet findet man entsprechende Präparate inklusive Dosierungsanweisung.

4) Spürbarer Infektbeginn bzw. Kontakt zu hustenden Mitmenschen

Nach einer Busfahrt mit hustenden Mitmenschen oder einem ersten Halskratzen kann der Infekt möglicherweise mit Zistrose/Cystus abgewendet werden. Ist der Infekt ausgebrochen, ist Cystus nicht mehr hilfreich, denn seine Wirkungsweise besteht darin, die Interaktion zwischen Virus und Zelle, also das Andocken, zu verhindern. Cystus gibt es als Tee oder Lutschtabletten im Reformhaus, Drogeriemärkten, Apotheken.
Gemmopräparate für das Immunsystem gibt es bei meiner Rostocker Kollegin Silvia Berg: salvia-kraeutermanufaktur.de/

Auch Echinacea kann zur frühen Infektabwehr hilfreich sein. Im Drogeriemarkt oder in der Apotheke findet man etliche Präparate, oft mit Vitamin C-Zusatz oder in Kombination mit Cystus. Echinacea ist jedoch nicht für jeden gleichermaßen hilfreich, z. B. bei Allergie gegen Korbblütler.

5) Für alle, die kein Paracetamol mehr bekommen haben oder keins wollen:

Bei Kopfschmerzen kann ätherisches Pfefferminzöl wirken: Pur auf Stirn, Schläfen, Nacken verteilen. Vorsicht: unbedingt Abstand von den Augen halten, sofort Hände waschen.
Gegen Atemwegsinfekte oder Blasenentzündungen können Präparate aus Meerrettich und Kapuziner Kresse helfen.